Aus sportlicher Sicht ist die WM 2006 nicht das große Turnier geworden, dass viele erhofft haben. Zu den Bildern, die hängen bleiben zählt aber mit Sicherheit der berühmt-berüchtigte Spickzettel, den Deutschlands Torwart Jens Lehmann beim Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Argentinien vor den Schüssen der Südamerikaner aus seinen Socken zog. Viel wurde spekuliert, was auf dem Zettel stand. Im Nachrichtenmagazin Spiegel, dass exklusiv einen Auszug aus Sönke Wortmanns WM-Film Deutschland. ein Sommermärchen druckt, wurde das Geheimnis jetzt gelüftet.
Folgende Informationen von Torwarttrainer Andreas Köpke standen auf dem Zettel:
- Riquelme links hoch
- Crespo langer Anlauf/rechts, kurzer Anlauf/links
- Heinze 6 links flach
- Ayala 2 lange warten, langer Anl. rechts
- Messi links
- Aimar 16 lange warten links
- Rodríguez 18 links.
Beim Elfmeter von Roberto Ayala verhielt sich Lehmann wie empfohlen und hielt, die Ecke stimmte mit dem Hinweis auf dem Zettel überein. Über Estéban Cambiassos Vorlieben hatte er keine Informationen, dennoch betrachtete er den Zettel lange, was den Argentinier vermutlich so nervös machte, dass Lehmann auch dessen Strafstoß parierte. Der Rest ist Geschichte.

